Hundefutter Ratgeber: Hundefutter frisch bzw. Frischfutter (BARF)

Hundefutter frisch (selbst gekocht) BARF

Die ideale Ernährung bzw. Tagesration Hundefutter für einen gesunden Hund enthält ca. 70% Fleischanteile inkl. Knochen (oder Knochenmehl), 10% Innereien und 20% Gemüse. Evtl. weitere Zusätze wie Kräuter, Ei, kalt gepresstes Öl etc.

Der 20%ige Gemüseanteil sollte zur Hälfte aus grünen Blattsalaten (Löwenzahn, Portulak, Kresse, Ruccola, Lattich, wenig Spinat, Krautstiel etc.) bestehen. Die andere Hälfte kann zB. aus Karotten, Sellerie, Fenchel, Gurke, Zucchini, Kürbis, Lauch usw. bestehen  -  max. 1 x pro Woche Blumenkohl oder Brokkoli.

Auf keinen Fall sollten Kartoffeln, Tomaten, Peperoni, Aubergine (Nachtschattengewächse) im Hundefutter enthalten sein.

Als Hundefutter sind folgende Fleischsorten geeignet:
Rohes, frisches und mageres Muskelfleisch vom Lamm, Rind, Schaf, Kaninchen und Ziege.

Gekochtes, gegartes Muskelfleisch vom Fisch (Gräten beachten!), Geflügel und Schwein.

Das Gemüse sollte zur besseren Verdauung leicht gedünstet und mit dem Mixer zerkleinert werden, damit der Hund die Nährstoffe besser aufschließen kann.
Salat, Spinat, Mangold, Möhren, Kohlrabi, Zucchini, Erbsen, Broccoli, Kartoffeln (nur gekocht), Kohl, alle Wildkräuter, Löwenzahn, Brennnessel, Petersilie, Dill, Knoblauch, können Sie jederzeit als Hundefutter an Ihren Hund verfüttern. Sie sollten aber unter keinen Umständen rohe Auberginen, rohe Kartoffeln, rohe Zwiebeln und Avocados als Hundefutter verfüttern.

Zur Entlastung der Nieren sollten Sie einen fleischfreien Hundefutter-Tag einlegen.

Die Hundefutter-Menge hängt von dem Alter, Größe und der Bewegung - auch Diät-Situation - Ihres Hundes ab. Genaueres können Sie der Hundefutter-Tagesbedarf-Tabelle entnehmen.

BARF

Hundefutter-Barf oder BARF ist eine Fütter-Methode, fleischfressende Haustiere zu optimal zu ernähren. Die Entwickler von Barf orientierten sich dabei an den Fressgewohnheiten der Wölfe und anderer wildlebender Caniden. In diesem Sinne wird ausschließlich rohes Fleisch, Knochen und Gemüse verfüttert. BARF überträgt einiges an Verantwortung an den Hundehalter, der für die ausgewogene Zusammensetzung der Hundenahrung selber sorgen muss. Mittlerweile gibt es jedoch Futtermittel-Hersteller, die diese Marktlücke erkannt haben und eine Fütterung mit BARF einfacher gestalten.

Die Ernährungsmethode BARF ist heute nicht mehr alleine auf Hunde beschränkt, auch Katzenhalter bieten diese Fütter-Methode ihren Tieren an.

Das erste Mal tauchte der Begriff BARF in den USA auf. Er wurde von Debbie Tripp benutzt, um zum einen Hundebesitzer zu bezeichnen, die ihre Hunde nach dieser Frischfleisch-Methode ernährten, sowie das Futter selber. Das Akronym BARF machte im Laufe der Zeit eine Bedeutungswandel durch. Zunächst stand diese Abkürzung für „Born Again Raw Feeders“ (neugeborene Rohfütterer) dann „Bones And Raw Foods“ (Knochen und rohes Futter), im Deutschen wurde die Bedeutung „Biologisches Artgerechtes Rohes Futter“ dazu erfunden. BARF ist auch für „Uneingeweihte“ ein Wortspiel, da es im Umgangsenglisch auch Erbrechen bedeutet.

Unter kritischen Tierärzten ist die BARF-Methode umstritten. Kritiker und Ernährungswissenschaftler sehen vermehrt Zahnfrakturen, Verstopfungen und Fremdkörpererkrankungen durch Knochen sowie die Möglichkeit der Übertragung verschiedener Tier-Krankheiten. Zudem ist es schwierig, eine bedarfsgerechte Futer-Ration zusammenzustellen. So nehmen Wölfe beispielsweise Rohfaser selten in Form von Pflanzen auf, sondern fressen vorverdaute pflanzliche Stoffe aus dem Verdauungstrakt ihrer Beutetiere.

In diesem Zusammenhang sollte beachtet werden, dass Hund und Mensch seit mindestens einigen zehntausend Jahren zusammenleben. Während dieser Zeit hat sich der Hund zwangsläufig auch zum Resteverwerter entwickeln können oder vielmehr müssen. Eine Ernährung des Hundes wie beim Wolf ist natürlich weiterhin auch möglich.

Öl bzw. Öle im Hundefutter

Fleisch enthält genügend Omega-6-Fettsäuren, deshalb sollten Sie Ihrem Hund hauptsächlich Öle mit einem hohen Omega-3-Fettsäuregehalt geben. Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren sollten immer in einem ausgeglichenem Verhältnis zueinander stehen. Bei der Wahl Ihres Öls achten Sie bitte auf  einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren und einen niedrigeren Gehalt an Omega-6-Fettsäuren.
Nicht nur für Ihre eigene Ernährung sind kaltgepresste Öle sinnvoll, sondern auch für die Ihres Hundes,  denn kaltgepresste Öle sind reich an ungesättigten Fettsäuren, Vitamin E und Vitamin B.

 

Hundefutter-trocken-Hund Nassfutter-Hund BARF-Hund Dosenfutter-Hund Trockenfutter-Hund Hundefutter-trocken-Hund Nassfutter-Hund BARF-Hund Dosenfutter-Hund Trockenfutter-Hund Hundefutter-trocken-Hund